Beginnen Sie mit dem Wegzugsordner

Ein reibungsloser Wegzug beginnt mit einem Ordner, nicht mit einem Formular. Tragen Sie Ihr geplantes Abreisedatum, den Abmeldeschritt bei der Gemeinde, das Datum der letzten Lohnabrechnung des Arbeitgebers, die Wohnungsübergabe, die Kündigung der Krankenkasse, Vorsorgekonten, Bankkonten, Brokerkonten und das Ankunftsdatum im Zielland in einer Zeitleiste zusammen.

Die offizielle Abmeldebestätigung ist besonders nützlich. Sie kann von Versicherungen, Vorsorgeanbietern, Banken, Vermietern und ausländischen Behörden verlangt werden. Fragen Sie Ihre Gemeinde, was sie ausstellt, wann sie dies tun kann und ob zuerst lokale Steuer- oder Adressschritte abgeschlossen werden müssen.

Lassen Sie das Schweizer Steuerjahr nicht ausser Acht. Sichern Sie Lohnausweise, Quellensteuerkorrespondenz, Säule-3a-Bescheinigungen, Bankauszüge, Brokerberichte und den Nachweis der ausländischen Adresse. Ein Wegzugsjahr kann auch nach Ihrer Abreise noch Schweizer Papierkram erfordern.

Wenn Ihre Situation Ehepartner, Kinder, Immobilien, Selbstständigkeit, einen Bonus, Aktienbeteiligungen oder mehrere Länder umfasst, erstellen Sie den Ordner früher. Je mehr bewegliche Teile es gibt, desto weniger wollen Sie sich nach dem Umzug auf Ihr Gedächtnis verlassen.

Prüfungen von Vorsorge, Versicherung und Banken

Listen Sie jedes Vorsorgekonto separat auf: aktive Pensionskasse, Freizügigkeitskonto, Säule-3a-Konto, Versicherungspolice und allfällige alte Anbieter. Notieren Sie Anbieter, Kontotyp, Saldodatum, Anlageaufteilung, möglichen Bezugsgrund und das benötigte Dokument.

Gehen Sie nicht davon aus, dass alles Vorsorgegeld denselben Regeln folgt. Säule 3a, berufliche Vorsorge (Säule 2), Freizügigkeitsleistungen und AHV-Beiträge können unterschiedliche Vorschriften haben, insbesondere wenn das Zielland in der EU/EFTA liegt oder ein Sozialversicherungsabkommen mit der Schweiz hat.

Auch die Krankenkasse erfordert eine formelle Prüfung. Das Bundesamt für Gesundheit weist darauf hin, dass Personen, die die Schweiz verlassen, um im Ausland zu leben, in der Regel nicht mehr der obligatorischen Schweizer Krankenversicherung unterliegen, wobei jedoch Ausnahmen für Rentner, Grenzgänger, entsandte Erwerbstätige und Abkommensfälle gelten können.

Laden Sie für Banken und Broker Auszüge herunter, bevor der Zugang schwieriger wird. Bewahren Sie Jahressalden, Dividendenberichte, Quellensteuerbelege, Kontoschliessungsschreiben und Überweisungsbestätigungen auf. Wenn Sie ein Konto nach der Abreise behalten, fragen Sie, wie der Anbieter mit Ihrem neuen steuerlichen Wohnsitz umgeht.

Steuerlicher Wohnsitz und Risiko im Zielland

Das Verlassen der Schweiz schliesst die Steuergeschichte nicht automatisch ab. Das Zielland kann vor oder nach einer Schweizer Auszahlung, einem Bonus, einer Dividende, einem Kapitalbezug oder einem Vermögensverkauf steuerlich relevant werden. Die Reihenfolge von Wohnsitz, Zahlung und Dokumentation kann entscheidend sein.

Doppelbesteuerungsabkommen können helfen, sind aber kein universeller Kürzungsweg. Identifizieren Sie die Länder, die Einkunftsart, das Datum und den Zahler, bevor Sie davon ausgehen, welches Land das Besteuerungsrecht hat oder welche Deklarationspflichten bestehen.

Eine praktische Notiz vor der Abreise sollte jede erwartete Zahlung nach dem Wegzug auflisten: letztes Gehalt, Bonus, Vorsorgebezug, Säule-3a-Bezug, Auszahlung von Freizügigkeitsleistungen, Dividenden, Rückerstattung der Mietkaution und Brokerüberträge. Jede Zeile sollte ein Land, das erwartete Datum, den Dokumenteninhaber und eine Steuerfrage enthalten.

Bei kleinen Salden und einfachen Umzügen kann diese Checkliste ausreichen, um bessere Fragen zu stellen. Bei erheblichem Vorsorgekapital, Kapitalerträgen, Immobilien oder einem abgangsreichen Einkommensjahr sollten Sie sich qualifiziert beraten lassen, bevor Sie Zahlungen auslösen.