Die Übersicht auf einen Blick
Die Säule 2 ist an Ihre Arbeitsstelle gebunden. Wenn Sie angestellt sind und über den relevanten Schwellenwerten verdienen, ist die Pensionskasse Ihres Arbeitgebers in der Regel Teil Ihres Vergütungspakets.
Die Säule 3a ist das private gebundene Vorsorgesparen. Sie eröffnen das Konto selbst bei einer Bank, einer Stiftung, einer Versicherung oder einem digitalen Anbieter und können im Rahmen der jährlichen Höchstgrenze einen Steuerabzug geltend machen.
Freizügigkeitsleistungen entstehen meist dann, wenn Vorsorgegelder aus der beruflichen Vorsorge ausserhalb einer aktiven Pensionskasse des Arbeitgebers parkiert werden müssen. Dies kann nach einem Jobwechsel, einer beruflichen Pause oder dem Verlassen der Schweiz geschehen.
Warum Expats oft verwirrt sind
Alle drei Töpfe können Vorsorgegelder, Schweizer Steuern, gesperrten Zugang und Bezugsregeln beinhalten. Sie haben jedoch nicht dieselbe Quelle, denselben Anbietertyp, dieselbe Einzahlungslogik oder dieselbe Behandlung beim Austritt.
Eine Person kann die Säule 2 aus der Beschäftigung, die Säule 3a aus privaten Beiträgen und ein Freizügigkeitskonto nach dem Verlassen einer Stelle haben. Die Dokumente können von verschiedenen Stiftungen stammen, jede mit eigenen Formularen.
Der praktische Schritt besteht darin, jedes Konto separat aufzulisten. Nennen Sie nicht alles pauschal «meine Schweizer Rente». Notieren Sie den Kontotyp, den Anbieter, den Saldo, die Anlageaufteilung und die Auszahlungsbedingungen.
Was vor einem Umzug zu prüfen ist
Erstellen Sie vor dem Verlassen der Schweiz ein Vorsorgeinventar. Fügen Sie Pensionskassenausweise, Säule-3a-Steuerbescheinigungen, Freizügigkeitsausweise und die Kontaktdaten der Anbieter hinzu.
Fragen Sie anschliessend, welche Konten bezogen werden können, welche bestehen bleiben müssen, welche übertragen werden können und welche Steuerbehörde die Auszahlung besteuern wird. Für die Säule 2 und die Säule 3a können unterschiedliche Einschränkungen gelten, insbesondere bei Umzügen in EU/EFTA-Staaten.
Ein sauberes Inventar ist nicht spannend, aber es verhindert kostspielige Verwirrung während eines ohnehin stressigen Umzugs.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, um was für ein Konto es sich handelt, fragen Sie den Anbieter schriftlich nach dem offiziellen Kontotyp. Das ist besser, als sich auf App-Bezeichnungen zu verlassen, da die rechtliche Kategorie die Übertragungsoptionen, Bezugsregeln und Steuerformulare bestimmt.
Ein nützliches Inventar hält auch fest, wer das jeweilige Konto nach einem Jobwechsel verwaltet. Pensionskassen der Arbeitgeber, Freizügigkeitsstiftungen und Säule-3a-Anbieter können alle unterschiedliche Unterschriften, Adressen und Steuerbescheinigungen verlangen.