Warum ausländische Konten eine Rolle spielen
Viele Expats kommen mit Konten in Grossbritannien, den USA, der EU, Indien, Singapur oder einem anderen Land in die Schweiz. Diese Konten verschwinden nicht aus dem Schweizer Steuerbild, nur weil sie sich ausserhalb der Schweiz befinden.
Die Schweizer Steuererklärung berücksichtigt bei Einwohnern in der Regel das weltweite Einkommen und Vermögen, vorbehaltlich der spezifischen Regeln und Abkommensbehandlung. Dies kann ausländische Dividenden, Zinsen, Fonds, Banksalden und manchmal auch vorsorgeähnliche Strukturen umfassen.
Der automatische Informationsaustausch (AIA), oft im Zusammenhang mit CRS (Common Reporting Standard), bedeutet, dass die Steuerbehörden Kontoinformationen aus den teilnehmenden Ländern erhalten können. Die sichere Gewohnheit ist eine korrekte Deklaration, anstatt zu raten, was ausgetauscht wird und was nicht.
Häufige Fehler
Der erste Fehler ist, nur Schweizer Konten zu melden. Der zweite ist, ausländische Einkünfte zu deklarieren, aber die Vermögenswerte per Jahresende zu vergessen. Der dritte ist eine inkonsistente Währungsumrechnung, ohne entsprechende Belege aufzubewahren.
Ein weiterer Fehler ist die Annahme, dass ein ausländisches Steuersparmodell in der Schweiz gleich behandelt wird. Ein britisches ISA, ein US-amerikanisches IRA, eine französische Assurance-Vie oder andere Strukturen werden unter Umständen nicht so behandelt wie in ihrem Herkunftsland.
Der letzte Fehler besteht darin, mit dem Sammeln der Belege bis zum Ablauf der Steuerfrist zu warten. Grenzüberschreitende Anbieter stellen Dokumente oft zu anderen Zeiten und in anderen Formaten aus.
Ein praktischer Deklarationsordner
Erstellen Sie einen jährlichen Ordner mit Jahresschlussberichten, Dividenden- und Zinsberichten, Zusammenfassungen von Käufen und Verkäufen, Vorsorgeauszügen und Steuerbelegen. Halten Sie die ursprüngliche Währung ersichtlich.
Erfassen Sie für Wertschriftenkonten die Positionen und Erträge so, dass Ihre Schweizer Steuersoftware oder Ihr Berater sie tatsächlich verwenden kann. Ein schöner App-Bildschirm ist weniger nützlich als ein vollständiger Jahressteuerberichterstattungsausweis.
Wenn ein ausländischer Vermögenswert gross oder ungewöhnlich ist, klären Sie frühzeitig, ob die Schweiz diesen als steuerbares Vermögen, steuerbares Einkommen, steuerbefreites Einkommen gemäss Abkommen oder als meldepflichtigen Posten behandelt.
Bei gewöhnlichen Konten ist das Ziel Konsistenz. Verwenden Sie jedes Jahr dieselbe Benennung, dieselben Währungsangaben und dasselbe Bewertungsdatum, damit Sie selbst, Ihre Steuersoftware oder Ihr Berater dem Pfad folgen können, ohne die Unterlagen von Grund auf neu erstellen zu müssen.