Die drei Währungsebenen
Ein Expat in der Schweiz verdient vielleicht in CHF, investiert über ein in USD oder EUR geführtes Brokerkonto und plant zukünftige Ausgaben in einem anderen Land. Das sind drei verschiedene Währungsebenen, die man nicht verwechseln sollte.
Die Kontowährung ist nur die Oberfläche. Ein globaler Aktienfonds wird vielleicht in USD gehandelt, berichtet in EUR und hält Unternehmen, die weltweit Umsätze erzielen. Das Tickersymbol des Fonds zeigt nicht das gesamte Risiko.
Die persönliche Ebene ist für die Planung am wichtigsten. Wenn Ihr Notgroschen, Ihre Miete, Schulgebühren, eine zukünftige Anzahlung für Wohneigentum oder Umzugskosten an eine bestimmte Währungseinheit gebunden sind, braucht dieses Ziel einen passenden Liquiditätsplan.
Vermeiden Sie es, Währungen vorherzusagen
Der häufigste Fehler ist der Versuch vorherzusagen, ob der CHF, EUR, USD oder GBP nächstes Jahr stärker sein wird. Das ist kein Planungssystem. Es ist eine Prognose, und Prognosen können falsch sein.
Eine nützlichere Methode ist die Abstimmung auf den Zeithorizont. Geld, das bald benötigt wird, sollte in der Regel in der Währung der geplanten Ausgaben gehalten werden. Langfristig diversifizierte Anlagen können grössere Wechselkursschwankungen verkraften, sofern die Anlegerin oder der Anleger die Risiken versteht.
Für Expats macht ein Umzug dies noch deutlicher. Eine Person kann ein Schweizer Steuerjahr, einen ausländischen Immobilienkauf, einen Lohnbonus und Depotüberträge in denselben zwölf Monaten haben. Der Cashflow-Kalender ist genauso wichtig wie die Anlagesicht.
Steuerunterlagen und Brokerwahl
Das Währungsrisiko betrifft auch die Schweizer Steuererklärung. Für ausländische Einkünfte, Banksalden, Dividenden und Wertschriften müssen Werte ermittelt werden, die sich auf Belege und anerkannte Umrechnungsmethoden zurückführen lassen.
Laden Sie vor der Brokerwahl einen Muster-Jahresausweis herunter. Prüfen Sie, ob Einkommen, Quellensteuer, Transaktionen und Jahresendpositionen so ausgewiesen werden, dass Ihre Schweizer Steuererklärung oder Ihr Berater damit arbeiten kann.
Erstellen Sie eine einfache Währungsnotiz für Ihr Portfolio: Lohnwährung, Ausgabenwährung für die nächsten zwei Jahre, langfristige Vorsorgewährung, Basiswährung des Brokers und die Währungsrisiken der wichtigsten Fonds.
Diese Notiz verhindert eine unbeabsichtigte Klumpenbildung. Ein Portfolio mag zwar geografisch diversifiziert wirken, kann aber dennoch Probleme bereiten, wenn jedes kurzfristige Ziel von einem einzigen Wechselkurs abhängt.